In den vergangenen Wochen waren Jesper und Tina wieder als Speaker zum Thema Unternehmensnachfolge bei verschiedenen Veranstaltungen unterwegs.
Dabei war die Veranstaltung der Generation Nachfolge zusammen mit der IHK im Marstall in Ahrensburg für uns fast ein Heimspiel. Dass rund 140 Unternehmerinnen und Unternehmer der Einladung gefolgt sind, zeigt sehr deutlich, wie relevant und aktuell das Thema Nachfolge in der Praxis ist.
In mehreren kurzen Impulsvorträgen ging es um die verschiedenen Facetten einer gut vorbereiteten Unternehmensübergabe: von der betriebswirtschaftlichen Vorbereitung über Finanzierung und Unternehmensbewertung bis hin zu unserem Herzensthema, der steuerlichen Gestaltung.
Die Veranstaltung bei der Deutschen Bank war etwas anders aufgebaut: Zwei längere Vorträge haben den steuerlichen und rechtlichen Rahmen der Unternehmensnachfolge vertieft. Auch hier war der Teilnehmerkreis mit 44 Gästen sehr gut besetzt und der Austausch im Anschluss entsprechend intensiv.
Zwei unterschiedliche Formate, aber ein gemeinsamer Kern: Unternehmensnachfolge lässt sich nicht nach Schema F gestalten.
In unseren Vorträgen haben wir von konkreten steuerliche Gestaltungsimpulsen aus unserer täglichen Praxis berichtet von Asset Deal vs. Share Deal, um Abschreibungspotenzial für den Käufer zu generieren, über die aktuell politisch diskutierte Reform der Erbschaftsteuerbefreiung für Betriebsvermögen bis hin zu Umstrukturierungen, und daraus folgende Behaltensfristen und deren praktischer Bedeutung.
Dabei zeigt sich immer wieder: Die passende Lösung hängt stark von der individuellen Ausgangssituation ab:
- Ist bereits ein Nachfolger vorhanden?
- In welcher Rechtsform wird das Unternehmen geführt?
- Soll der übergebende Unternehmer sofort oder schrittweise ausscheiden?
- Welche Absicherungen bestehen neben dem Unternehmen?
- Welche familiären, wirtschaftlichen und steuerlichen Ziele müssen miteinander in Einklang gebracht werden?
Gerade die Gespräche vor und nach den Vorträgen haben erneut gezeigt, wie viele Nuancen dieses Thema hat. Für uns ist Nachfolgegestaltung deshalb weit mehr als steuerliches Fachwissen. Sie braucht Menschenkenntnis, Fingerspitzengefühl für unterschiedliche Interessen, einen klaren Blick für wirtschaftliche Zusammenhänge und kreative Lösungen, die zum Unternehmen und zu den Menschen dahinter passen.
Ein Lebenswerk in die nächste Generation zu bringen, ist nie nur eine steuerliche Aufgabe. Aber eine gute steuerliche Gestaltung kann entscheidend dazu beitragen, dass dieser Übergang gelingt.
Vielen Dank an die Deutsche Bank, die IHK zu Lübeck und die Generation Nachfolge für die Einladung und den wertvollen Austausch.
